Bericht zum Etappen-Einsatz bei der "Radtour pro Organspende" 2007

In Zeiten der Tour de France und deren Dopingskandalen ist es eine Freude über eine Tour zu berichten, die sich bewußt zum Doping bekennt und dabei keinerlei negative Schlagzeilen zu erwarten hat.

TransDia e.V. hat die Tour von Münster nach Würzburg organisiert und alle Transplantierten und Dialysepatienten, die an der Strecke wohnen, zum mitradeln aufgerufen. Einige fahren die ganze Strecke, manche eine oder mehr Tage mit.
Am 28.7. ging die Etappe von Köln-Merheim über Bonn nach Remagen . Das war ein guter Anlaß, unsere Streckennetzwerker zu aktivieren.
Anne Timmer war es nicht zu früh, um 8:00 morgens schon zum Frühstück der Radler in der Dialyse von Dr. Nebel zu erscheinen und den Aktiven eine gute Fahrt zu wünschen.

Anne Timmer, Martin Junghöfer und Wolfgang Ludwig

Martin Junghöfer hatte sich schon um 7:00 mit dem Zug und seinem Rad auf den Weg gemacht, um rechtzeitig zum Etappenstart in Köln zu sein.
Um unseren Verein auch gebührend zu repräsentieren, haben wir ein einfaches T-Shirt mit unserem Logo versehen, so daß wir auch einen guten Anknüpfungspunkt für Gespräche hatten.

T-shirt mit Logo

Das Wetter war ihnen an diesem Tag nicht hold, aber der Slogan war: bei schönem Wetter kann jeder fahren.
Mit leichter Verspätung kamen sie in Bonn an den Rheinischen Landeskliniken an wo sie mit Essen und Trinken reichlich versorgt wurden. Organisiert hatte dies der regionale Vertreter von DSO Dr. Salz und Prof. Biniek, der Leiter der Neurologie, die für die Hirntoddiagnostik zuständig sind.
Anwesend waren Vertreter des Landschaftsverbands Rheinland, des Transplantationszentrums der UKB - mein zuständiger Arzt Dr. Gerhard, die Presse und natürlich ich als Vertreterin der wartenden Patienten und unseres Selbsthilfevereins.

 Dr. Salz (DSO), Martin und Dr. Gerhard (TPN, UKB Bonn)

Es ergaben sich recht lockere und gute Gespräche mit den einzelnen Vertretern und ich konnte reichlich unsere neuen Visitenkarten verteilen.
Nach gut zwei Stunden waren die Aktiven soweit gestärkt und wieder einigermaßen trocken und konnten sich auf die Weiterfahrt begeben. Und ich machte mich auf den Weg nach Hause. Martin kam abends nach 110 geradelten Kilometern wohlbehalten aber müde zu Hause an.

 

Die Presse berichtete positiv.
Wer sich weiter informieren will schaue in das webtagebuch der Tour auf www.TransDia.de.