Mein Name ist Ines Küter,
ich bin Jahrgang 1962 und seit Juli 2004 an der Dialyse. Ich bin verheiratet, habe zwei Kinder einen Hund und eine Katze. Wir wohnen ganz im Norden von Deutschland, ca. 25km südlich der Grenze zu Dänemark. Von Beruf bin ich Heilerziehungspflegerin und arbeite zur Zeit als Schulbegleiterin für ein beeinträchtigtes Kind. Ehrenamtlich engagiere ich mich für den ambulanten Kinderhospizdienst in Flensburg, der Familien mit sterbenden oder lebendsverkürzt erkrankten Kindern begleitet.

Ich habe 2004 mit 5 Stunden Hämodialyse tagsüber im Zentrum angefangen, bin dann aber recht schnell geschult worden und konnte in die Nachtschicht überwechseln. In der Nachtschicht mit 8 Std. Dialyse ging es mir schnell wesentlich besser, so dass ich wieder berufstätig werden konnte. Nach einem Jahr Zentrumsnächte, bin ich dann nach Hause gegangen. Hier dialsysiere ich jetzt 3mal die Woche nachts. Mein Mann hilft mir beim Anlegen und Abnehmen, das Punktieren mache ich selbst. Wenn er mal keine Zeit hat, hilft mir meine Tochter.  Einzige Auflage des Zentrums für die nächtliche Heimdialyse ist, dass ich die Nächte dialysiere, in denen auch im Zentrum dialysiert wird. Damit habe ich immer eine Bereitschaft bei Problemen im Hintergrund.

Ich habe mich im Zentrum sehr wohl gefühlt und bin erst durch die Anfrage des Arztes auf die Idee gebracht worden, an Heimdialyse zu denken. Jetzt kann ich sagen, dass es mir zuhause noch viel besser gefällt. Ich schlafe einfach besser und es ist sehr schön von meinem Mann zu Bett gebracht zu werden.

Ich empfinde die Verantwortung nicht als Last, sondern als Selbstbestimmung.

Es würde mich freuen, wenn sich mehr Menschen über die Heimdialyse informieren würden, um eine fundiertere Entscheidung zu treffen, welche Dialyseform für sie die richtige ist. Darum möchte ich gerne zur Verfügung stehen, um Fragen zur Heimhämodialyse zu beantworten.

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