Hallo,
mein Name ist Michaela Spannenkrebs.

Ich bin am 14.11.1976 geboren und lebe seit nunmehr 10 Jahren mit Dirk Spannenkrebs zusammen.
Als ich ihn kennenlernte, wusste ich noch gar nichts über seine Krankheit und war der Ansicht, wenn man einmal transplantiert ist, hält das für den Rest des Lebens. Ich lernte aber schnell dazu, bald sagten mir Begriffe wie Creatinin und Harnstoff etwas.

Als Dirks Werte sich dann Ende 2001 zunehmends verschlechterten, mussten wir der Dialyse ins Auge sehen. Also begleitete ich ihn ins Krankenhaus und ließ mir von Dr. Zahn alles über die Hämodialyse erzählen. Anfang 2002 ging Dirk dann das erste Mal zur Dialyse. Nach ca. einem halben Jahr kam Dirk dann mit Informationsmaterial über die PD nach Hause.

Anfangs war ich von diesem Gedanken nicht besonders begeistert. Weil ich Angst hatte, dass ich mit dem Katheter, der aus seinem Bauch ragt, nicht zurechtkomme Dirk wollte die Entscheidung, auf PD umzusteigen, aber nicht ohne mich treffen. Dann habe ich diesen Gedanken aber zu Seite geschoben und überlegt, was für Dirk besser ist. Nachdem wir uns ausführlich informiert und eine CAPD-Patientin zu Hause besucht hatten, entschied Dirk sich für die PD.

Nach ca. 3 Jahren musste Dirk allerdings aufgrund von Darmproblemen und den damit verbundenen Bauchfellentzündungen mit der PD aufhören. Trotz dieser Komplikationen möchten wir die PD Zeit nicht missen. Die Umstellung auf Hämodialyse lief relativ unkompliziert, da er noch einen funktionierenden Shunt hatte. Allerdings war das keine leichte Zeit. Von jetzt auf gleich waren wir nicht mehr so unabhängig und flexibel wie mit der PD.

Nachdem sich Dirk wieder gut an die Hämodialyse gewöhnt hatte, wurde der Wunsch nach mehr Selbständigkeit und Flexibilität immer größer. Aus diesem Grund entschieden wir uns für die Heimhämodialyse. Das KfH und Dirks Ärzte und Schwestern unterstützen uns zum Glück in allenPunkten. Und jetzt dialysieren wir zu Hause 6x pro Woche 2,5 - 3 Stunden.
Heute bin ich sehr froh über diese Entscheidungen, da das Leben so viel "normaler" ist.

Da ich mich noch genau an die Gedanken und Gefühle erinnere, möchte ich meine Erfahrungen auch mit anderen teilen.
Ich beantworte gerne alle Fragen.

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