Marion Petznick, geb. 22.04.56

Die Initiatorin des  "Heimdialyse Projektes"
Am 27.11.2004 wurde der Heim Dialyse Patienten e.V. gegründet.

Seit dem 2.Lebensjahr mit der Diagnose "Chronische Nierenerkrankung" konfrontiert. Die Nierenerkrankung entwickelte sich schleichend, so dass erst im Mai 1990 die Dialyse notwendig wurde.
Damals wurde ich in der Charite von Berlin betreut (1990 noch Ostberlin), als alleinige Dialyseform gab es die Hämodialyse.
Diese Dialyseform praktizierte ich dann auch fasst ein Jahr, mehr und minder mit Ängsten besetzt.
Ende 1990 begann die Charite-Berlin mit der Peritonealdialyse, meine behandelnde Ärztin machte mich auf dieses Verfahren aufmerksam.
Noch im selben Jahr entschloss ich mich für dieses schonendere Dialyse-Verfahren und führte es bis zu meiner erfolgreichen Nierentransplantation 1995 durch.
Dabei entschied ich mich für die CAPD, (der Continuierlichen Ambulanten Peritoneal Dialyse). Meine sehr guten Erfahrungen mit der CAPD haben mich noch 1990 dazu gebracht mein Wissen an andere Betroffene weiterzugeben.

Im Rahmen der Selbsthilfe, rief ich erstmalig 1996 für Heimdialysepatienten Seminare ins Leben.
Seit dieser Zeit  organisiere ich diese Treffen bundesweit und sie finden nach wie vor am Wochenende zu ganz unterschiedlichen Themen statt.
Ziel dieser Seminare ist eine möglichst objektive, wertfreie Aufklärung an interessierte Mitpatienten weiter zu geben. Gleichzeitig möchte ich dazu beitragen, dass Informationslücken geschlossen und Fehlinformationen aufgehoben werden.

Ein selbstbestimmtes Leben gehört schon immer zu meinen Lebensmaximen und ich möchte diesen Gedanken gern an andere Gleichbetroffene weiter reichen.
Durch die Ausbildung zur Peer Counselorin ist bei mir der Gedanke bestärkt worden, dass ein Gespräch, unterschiedliche Hilfsangebote, Seminare, Workshops und der Austausch unter Gleichbetroffenen ein wichtiger Schritt zur Selbstfindung sind und einen hohen Anteil zur individuellen Krankheitsbewältigung leisten. Die Beratung auf der Peer - Ebene hilft , Ängste und Mutlosigkeit abzubauen. Aufgrund vieler intensiver Gespräche und direkten Erlebnissen mit anderen Mitbetroffenen hat sich die Idee nach einer noch intensiveren Arbeit entwickelt.

Das Ziel meiner Bemühungen war und ist es, ein bundesweites Netzwerk zu schaffen, mit Informations - und Austauschmöglichkeiten, die es jedem Interessierten ermöglichen eine objektive Aufklärung zu erhalten, die notwendig ist, um selbstbestimmt nach seinen eigenen Bedürfnissen, trotz der chronischen Erkrankung, optimal und zufrieden leben zu können.
An meinem eigenen Beispiel und das vieler anderer Betroffener sehe ich, dass dies möglich ist. Ich bin bereit meine vielfältigen Erfahrungen einzubringen und an andere Mitbetroffene weiterzugeben sowie sie ein Stück auf ihrem Weg zu begleiten.

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